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Florenz/Palazzo Vecchio


- Salone dei Cinquecento -

 

Florenz - Palazzo Vecchio -Salone dei Cinquecento-
In dieser Etage beeindruckt der gigantische „Salone dei Cinquecento“ =Salon der Fünfhundert=, ein Werk von Cronaca (1495), der mit pompösen Schlachten-Fresken von Vasari und zahlreichen Statuen ausgestattet ist. Der Raum wurde zur Versammlung der Volksvertretung bis zu deren Auflösung genutzt.

Die reich geschmückte Decke trägt 39 abgeteilte Felder mit allegorischen Darstellungen und Szenen aus der Geschichte Florenz und der Medici.



Salone dei Cinquecento -Ausschnitt

 

Die Wände waren ursprünglich von Michelangelo und Leonardo da Vinci bemalt. Diese beiden Künstler wurden gebeten, zur Ausschmückung der einige Jahre zuvor angelegten Sala del Maggior Consiglio im Palazzo Vecchio beizutragen, dem Regierungssitz der Republik. Sie sollten je eine Wand des Saales mit Fresken von Schlachten verzieren, aus denen Florenz als Siegerin hervorgegangen war. So erhielt Leonardo den Auftrag für die "Schlacht von Anghiari" 1503 und Michelangelo den für die "Schlacht von Cascina" 1504-. Doch beide Künstler verließen 1506 die Stadt wieder, ohne ihr jeweiliges Werk vollendet zu haben. Ein Grund für den Abbruch mag darin gelegen haben, dass nach der Hinrichtung Savonarolas der Volksrat wieder abgeschafft und die Bauarbeiten zum Saal der 500 abgebrochen wurden. Sie ließen allerdings die Kartons der zwei Schlachtengemälde zurück, die zur Schule der Welt wurden wie Benvenuto Cellini es formulierte.

Sein heutiges Aussehen verdankt der Salone dei Cinquecento Vasari und seiner Schule, die sich in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts der Gestaltung widmeten.

An der Nordseite befindet sich ein durch mehrere Stufen abgesetzter Bereich, der unter Großherzog Cosimo I. für repräsentative Zwecke bestimmt war. Hier fällt zudem besonders die Statuenausstattung mit Skulpturen von De’ Rossi, Bandinelli und Caccini auf. Gegenüber -unterhalb einer Verbindungsloggia- lässt sich auch Michelangelos Werk „Genio della Vittoria“ bewundern, eine mögliche Arbeit für das nicht ausgeführte Grab Papst Julius II. in Rom.

Angeschlossen ist dem Saal der Fünfhundert das kleine Studio des Medici-Herzogs Francesco I., in dem der Herzog chemische Experimente durchführte.

 


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