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Florenz/Battistero San Giovanni


- Innenraum -

 

 

Florenz - Battisterio San Giovanni - Innenraum 


Der Innenraum des Battistero liegt etwas tiefer als die Straße, daher sind zuerst einige Stufen hinabzusteigen bevor der mit geometrischen Mosaiken ausgekleideten Fußboden betreten werden kann. Dabei überrascht der Raum durch ein feierlich mystisches Halbdunkel.

Das Innere des Baptisteriums ist wie das Äußere dreizonig gegliedert und mit zweifarbigen Marmorinkrustrationen geschmückt. Vor diesen wurden in zwei Geschossen Säulen, Pilaster und vor der Empore Bögen angeordnet. Sie gliedern den Innenraum und lösen die Flächen der Wände plastisch auf.

Besonders auffällig ist, das sich an der Wand unmittelbar rechts des Altars befindende Grabmal des Gegenpapstes Johannes XXIII. Dank der Fürsprache der Medici wurde ihm die Ehre eines Grabmonuments im Baptisterium zuteil. Donatello ließ mit Michelozzo ein prachtvolles Baldachingrabmal  entstehen, das erste seiner Art in der Renaissance. Auf einem Sockel sind drei allegorische Skulpturen aufgestellt als Repräsentanten für Glaube, Liebe und Hoffnung, die den Sarkophag des Verstorbenen tragen. Über diesem findet sich eine außergewöhnlich detaillierte Darstellung des Verstorbenen auf dem Totenbett, überkrönt von einem in Stein gehauenen Baldachin.

Etwa zeitgleich schuf Donatello für das Baptisterium die beeindruckende Holzstatue der büßenden Magdalena, die seit der Überschwemmung des Arno im Jahre 1966 im nahe gelegenen Dommuseum zu besichtigen ist.



Grabmal des Gegenpapstes Johannes XXIII.

Im Jahr 1202 wurde die halbrunde durch eine rechteckige Apsis ersetzt, so wie sie heute noch zu sehen ist. Zu der prunkvollen Marmorausstattung der Apsis gehörte auch ein Altar, der nach dem Abbau in der Barockzeit teilweise verloren ging. Im Jahre 1782 schuf der Bildhauer Girolamo Ticciate einen neuen mehrfarbigen Barockaltar, der den alten romanischen ersetzte.

Im Innenraum sind zwischen Apsis und Südportal auch zwei alte römische Sarkophage zu finden, zwischen denen eine Marmorstatue Johannes des Täufers von Giuseppe Piamontini steht, die Cosimo III. de Medici der Taufkirche schenkte. Rechts neben dem wiederaufgebautem Altar befindet sich der beeindruckende Osterleuchter der wohl 1320 von einem Givanni di Giacomo gefertigt wurde.

Allerdings nahezu atemberaubend ist die Kuppel des Battisteros, die mit ihren großartigen Mosaiken den Innenraum beherrscht.

 

 

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