Dresden
Zwinger
Der Cityrundgang Dresden beginnt mit einem Besuch des Zwingers.
Im Gegensatz zu der urprünglichen Bedeutung des Namens wurde der
Dresdner Zwinger nicht als Teil der Befestigungsanlage der Stadt
konzipiert, sondern wurde während des Höhepunkts des Barock von August
dem Starken als höfischer Festplatz in Auftrag gegeben. Der Kurfürst
plante damals große Umstrukturierungen der Stadt, inklusive der
Errichtung eines neuen Schlosses, so dass die Anlage eines neuen
Zwingergartens notwendig wurde. Die Bauarbeiten unter dem Architekten
Matthäus Daniel Pöppelmann begannen im Jahre 1709 und erstreckten sich
bis 1728, auch wenn der Zwinger bereits im Jahre 1719 als Schauplatz der
Hochzeit von Kurzprinz Friedrich August und der Kaisertochter Maria
Josepha vorzeitig eingeweiht wurde. Ein Teil der Gebäude des Zwingers
diente zunächst als Orangerie der Unterbringung exotischer Pflanzen. Aus
Platz- und Prestigegründen wurde dies jedoch recht bald wieder geändert
und im Jahre 1728 mit dem Bau einer speziellen Orangerie in der Herzogin
Garten begonnen.
Für die künstlerische Gestaltung des Zwingers war der Bildhauer
Balthasar Permoser hauptverantwortlich. Seine Aufgabe war es, den
Zwinger durch die Ausschmückung mit Skulpturen und Ornamenten zu
verschönern. Er hatte zu seiner Hilfe eine ganze Reihe von weiteren,
damals berühmten Bildhauern an seiner Seite.
Während der großen Bombardierung der Stadt am Ende des 2.Weltkrieges im Jahre 1945 wurde der Zwinger nahezu völlig zerstört. Von 1945 bis 1963 wurde er in der damaligen DDR wieder aufgebaut und rekonstruiert.
Der Zwinger bietet eine ganze Reihe an interessanten Sehenswürdigkeiten und man sollte sich für eine ausführliche Umschau genügend Zeit einplanen.
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