Siena
Duomo
Der Dom aus schwarzem und weißem Marmor befindet sich am höchstgelegenen
Punkt der Stadt, er gehört zu den herausragenden Werken der gotischen
Architektur in Italien. In seiner jetzigen Gestalt mit Querschiff,
Kuppel und flachem Chor entstand der Bau aus einer dreischiffigen
romanischen Basilika.
Er wurde Anfang des 13. Jahrhunderts begonnen und die Erstellung zog
sich bis in das 14. Jahrhundert hinein. Eine letzte Vergrößerung wurde
1339 angefangen. Dieses Vorhaben das unter anderem vorsah, den alten Dom
als Querschiff zu übernehmen, wurde 1355 wegen statischer Mängel und der
Auswirkungen der erst sieben Jahre zurückliegenden Pest wieder
aufgegeben. Reste an der Ostseite des Doms lassen erkennen, welche
immensen Dimensionen der unvollendete Plan umfasste.
Erst 1376 vervollständigte Giovanni di Cecco den Dom. Er gestaltete den oberen Fassadenteil in Anlehnung an den Dom in Orvieto und erhöhte das Langhaus. Daraus resultiert, dass ein Teil der äußeren Kuppel im Inneren zu sehen ist. Die sechseckige Domkuppel mit aufgesetzter Laterne ruht auf einer Trommel mit zwei Säulenreihen. Erst 1382 wurde der alte Dom zum großen Teil vollendet.
Die Errichtung des sechsstöckigen Glockenturms in romanischem Stil zog
sich bis ins Jahr 1313 hin. Der Kampanile besticht durch seine grün-weiß
gestreifte Marmorverkleidung und mit den von unten nach oben zunehmend,
durch Säulen gegliederte Fensteröffnungen. Der Turm ist mit einer
Pyramide bekrönt, die von vier Ecktürmchen umrahmt ist.
Sehr beeindruckend ist die wunderschöne Fassade, die sich genauer zu
betrachten lohnt.