Siena
Fassade
Die Fassade besticht in erster Linie durch ihre vielen feinen Details. Vor allem im oberen Teil ist der Dom reich mit Ornamenten, Statuen, Mosaiken und Skulpturen ausgestattet. Die dreiachsige Westfront mit spitzen Dreiecksgiebeln ist dekoriert durch eine Reihe von Säulen, Statuen und eingelegtem Marmor. Sie zeigt in ihrem unteren Teil drei spätromanische Rundbogenportale, die von spitzen gotischen Giebeln bekrönt sind.
Den Figurenschmuck der Fassade schuf von 1284 - 1299
der aus Pisa berufene Giovanni Pisano. Eine Schmuckwand mit einem
Skulpturen-Zyklus im Sinn der französischen Gotik. Atemberaubend ist
hier die Vielfalt von Säulen, Ornamentbändern, von menschlichen,
tierischen und allegorischen Gestalten, biblische Szenen,
Blattvariationen, Giebeln und Vorsprünge. Allerdings sind fast alle der
Skulpturen durch Kopien ersetzt worden. Die ausdrucksstarken Originale
Pisanos sind in dem Museo dell'Opera untergebracht und dort zu
bewundern.

An den Seitenwänden ist der weiße Marmor mit schwarzen Querstreifen versehen. Die rechte Wand ist durch Wandpfeiler und hohe gotische Doppelfenster gegliedert. Die Aufteilung des erhöhten Langhauses entspricht dem unteren Teil. Jedoch sind hier die weißen und schwarzen Streifen gleich groß und die Fassade ist mit Dreifachfenster gegliedert.
Im Jahre 1288 wurde die Rosette, ein großes,
kreisrundes Buntglasfenster, im Chor -nach Entwürfen von Duccio di
Buoninsegna- eingebaut. Die drei großen Mosaiken auf dem Giebel der
Fassade entstanden dagegen erst im 19.Jahrhundert.
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