Singapur
Clarke Quay
Auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt klärte mich der Taxifahrer
ein wenig über die Sightseeing-highlights von Singapur auf. Ich verstand
nicht wirklich viel, versuchte aber, mir alles so gut es ging zu merken
und hoffte, es später irgendwie wiederzufinden. Zwei seiner Tipps waren
"Boki" und "Kaki". Es hat eine Weile gedauert, bis mir klar wurde, dass
es sich bei diesem Hinweis um "Boat Quay" und "Clarke Quay" handeln
musste...
Beide erstrecken sich entlang des Singapore Rivers, wobei Clarke Quay
etwas weiter flussaufwärts liegt.
In der Vergangenheit blühte an den Ufern des Singapore Rivers der Handel und es war ein Zentrum für Fischer, Händler und Arbeiter. Im Laufe der Zeit wurde der Hafen jedoch zu klein für die sich verändernden Anforderungen und der Handel wurde in einen anderen Teil der Stadt verlagert. Zurück blieb der alte Hafen und mit ihm ein durch die jahrhundert lange Benutzung ein relativ stark verschmutzter Singapore River. Ende der 1970er Jahre wurde ein Projekt gestartet, um den Fluss und die Umgebung zu reinigen und es wurden Pläne entwickelt, um Clarke Quay einer Renovierung zu unterziehen. Dabei sollten die alten Häuser und das Erbe der Gegend erhalten bleiben, gleichzeitig aber etwas neues, lebendiges geschaffen werden.

Die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zogen sich über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg und das Gesicht der Gegend wurde viele Male verändert. An dem, was es heute ist, scheiden sich die Geister. Die alten Häuschen sind zwar erhalten und restauriert, allerdings in quietschbunten Farben angemalt, so dass das Ganze einer Plastikwelt gleicht. Ein Teil von Clarke Quay wurde außerdem in eine Einkaufszeile transformiert, man kann Bungee-jumping machen und abends verwandelt sich die Gegend in einen hotspot der lokalen Partygemeinde, die sich hier zum Feiern in den Clubs trifft.
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