Dresden/Frauenkirche
Innenraum
Wenn man die wenigen erhaltenen Teile der Kirche kurz nach dem Mauerfall gesehen hat, kann man es schier kaum glauben, dass es tatsächlich möglich war, das Gebäude in einer solchen Pracht wieder herzustellen. Zugegeben- tatsächlich beschleicht einen im Inneren der Kirche irgendwie das Gefühl, in Disneyland gelandet zu sein. Derart reichverzierte Kirchen sind in der Regel eben nicht neu, sondern haben eine jahrhunderte alte Patina. Die Pastellfarben dürften darüber hinaus ihr übriges tun...

Die Geschichte der Frauenkirche lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Die ursprünglich hier stehende Kirche "Unserer lieben Frau" wurde
im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und im 18.Jahrhundert schließlich abgerissen und durch den heutigen Bau ersetzt.

Der Architekt George Bähr schuf die Kirche im Barockstil, musste sich aber während der Baumaßnahmen dem Druck anderer Dresdner Architekten beugen und klassizistische Einflüsse in die Gestaltung einbringen. Die Baumaßnahmen begannen im Jahre 1726 und dauerten bis 1743. Sie wurden hauptsächlich aus Spenden der überwiegend protestantischen, Dresdner Bevölkerung finanziert, die sich damit auch gegen den Bau der katholischen Hofkirche auflehnten, der etwa zeitgleich vonstatten ging.
Bei dem Zusammensturz der Kirche nach dem Bombenangriff 1945 blieb der Altar auf glückliche Weise in weiten Teilen erhalten. Er wurde noch zu DDR-Zeiten zu
seiner Konservierung an Ort und Stelle eingemauert und bei dem Wiederaufbau in den Altar neu eingefügt .
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